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    Anatomie Atlas - Der Körper des Menschen

Obere Gliedmaßen des Menschen

Schulter, Ober- und Unterarm, Ellenbogen sowie die Hand zählen zu den oberen Gliedmaßen

Der Schultergürtel setzt sich aus dem rückwärtigen Schulterblatt (Scapula) und dem vorderseitigen Schlüsselbein (Clavicula) zusammen.

Schulterblatt

In das flache, dreieckige Schulterblatt (Scapula), das zusammen mit dem Schlüsselbein den Schultergürtel bildet, ist eine pfannenartige Vertiefung eingebaut. Sie fügt sich mit dem abgerundeten Kopf des Oberarmknochens (Humerus) zum Schultergelenk zusammen. Der Arm hat durch dieses Gelenk viel Bewegungsspielraum, kann sich aber auch leicht ausrenken.

Schlüsselbein

Das Schlüsselbein (Clavicula) ist ein langer, leicht bogenförmiger Knochen. Er liegt unmittelbar unter der Haut und bildet als vorderer Teil des Schultergürtels eine deutlich ertastbare Grenze zwischen Hals und Brust. Neben der Speiche handelt es sich dabei um jenen Knochen des Körpers, der am häufigsten bricht.

Oberarm

Der lange Oberarmknochen (Humerus) mündet oben in einem abgerundeten Kopf, der sich in die Pfanne des Schulterblatts einpaßt und mit ihr zusammen das Schultergelenk bildet. Am Ellenbogengelenk (Olecranon) ist er mit den beiden Unterarmknochen, der Elle (Ulna) und der Speiche (Radius), verbunden.

Der Oberarmknochen genießt einen schlechten Ruf als sogenannter "Musikknochen": Wenn man sich heftig am Ellenbogen stößt - und zwar an den dort verlaufenden Nerven -, könnte man singen vor Schmerz.

Unterarm

Die beiden Unterarmknochen, Elle (Ulna) und Speiche (Radius), sind über das Ellenbogengelenk (Olecranon) mit dem Oberarm (Humerus) verbunden. Die Speiche (Radius) ist an beiden Enden mit der Elle verbunden.

Darüber hinaus hat sie über zwei sehr gut bewegliche Handgelenke (Articulatio radiocarpea) Kontakt zur Handwurzel (Carpus). Brüche im Unterarm-Bereich sind die statistisch häufigsten, die beim Menschen vorkommen.

Hand

Siebenundzwanzig Knochen bilden die gesamte Hand. Die Handwurzel besteht aus acht von ihnen (Ossa carpi): Kahnbein, Mondbein, Erbsenbein, Kopfbein, großes und kleines Vieleckbein, Hakenbein und Dreieckbein. An diese Knochen, die zusammen ein kleines Gewölbe bilden, sind wiederum über Gelenke die fünf Mittelhandknochen (Ossa metacarpalia) angeschlossen. Jeder der Finger (Digiti manus) mit Ausnahme des Daumens besteht aus drei Knochen.

Der nur zweigliedrige Daumen (Pollex) ist durch ein Sattelgelenk mit dem Handwurzelknochen verbunden. Dank dieses Gelenkes kann sich der Daumen den anderen Fingern gegenüberstellen; die Hand (Manus) kann dadurch größere Gegenstände umgreifen und hat mehr Kraft.

Ellenbogen

Das Ellenbogengelenk besteht in funktioneller Hinsicht aus drei Gelenken, da in ihm drei Knochen beweglich miteinander verbunden sind: Das Beugen und Strecken des Unterarmes wird durch das Zusammenwirken eines Scharniergelenkes (Oberarm-Ellengelenk) und eines Kugelgelenkes (Oberarmspeichengelenk) bedingt; hinzu kommt das Zapfengelenk (Ellen-Speichen-Gelenk), das die Unterarmhanddrehungen ermöglicht.

Der Ellenbogen (Olecranon) ist ein hervorstehender Teil des Ellenknochens. Dieses Scharniergelenk bewirkt, daß der Unterarm sich nicht zurückbiegen läßt.