Harnwegsystem

Das Harnwegsystem funktioniert durch die Zusammenarbeit von Nieren (Renes), Harnleiter (Ureter), Harnblase (Vesica urinaria) und Harnröhre (Urethra). Vom Nierenbecken führen zwei Harnleiter zur tiefer gelegenen Harnblase.
Die Harnröhre, die den Urin von hier aus nach außen leitet, endet beim Mann in der Penisspitze (Orificium urethrae externum) und bei der Frau im Vorhof der Scheide (Ostium urethrae externum).
Über die Harnleiter gelangt von den Nieren ständig Urin in die Harnblase. Er enthält die aus dem Blut gefilterten Abfallstoffe. Eine faltige Schleimhaut an der Mündungsstelle der Harnleiter dient als Rückstauklappe, die das Zurückfließen des Urins verhindert. Unter Urindruck ist die Harnblase in der Lage, ihr Volumen stark zu vergrößern. 
Wenn eine bestimmte Ausdehnung erreicht ist, gelangt über Rezeptoren die Information "Harndrang" zum Gehirn.
Beim Wasserlassen gelangt der Urin über die Harnröhre (Urethra) nach außen, die von der untersten Stelle der Blase wegführt. Zur Harnentleerung zieht sich die Blasenwand zusammen, und gleichzeitig erschlafft der Schließmuskel der Harnröhre.
Mit dem Urin werden Wasser, Salze, Harnstoffe, Harnsäure und andere wasserlösliche Abfallprodukte ausgeschieden.