Gesichtsschädel
Essen, trinken, sprechen und das mimische Ausdrücken von Gefühlen verlangen unserem Gesicht einen hohen Grad an Beweglichkeit ab. Ermöglicht wird diese Beweglichkeit durch die aus etwa dreißig Muskeln bestehende Gesichtsmuskulatur. Diese wiederum wird von den Gesichtsknochen gestützt, die sich gleichzeitig schützend um unsere Sinnesorgane legen.
Der größte und als einziger frei bewegliche Knochen des Gesichtsschädels (Viscerocranium) ist der kräftige, hufeisenförmige Unterkiefer. Er ist seitlich über die beiden Kiefergelenke mit den Schläfenbeinen (Ossa temporalia) verbunden und trägt die unteren Zähne.
Die beiden Oberkieferknochen (Maxilla) bilden die Basis des Gesichtsschädels (Viscerocranium). Augenhöhlen (Orbitae), Nasenhöhle (Cavum nasi) und Gaumendach (Palatum durum) sind von ihnen mitgestaltet. Ein Teil des Oberkiefers trägt die oberen Zähne.
Zwei Gaumenbeine bilden den hinteren Teil des Gaumendachs (Palatum durum).
Die Nase ist in der Mitte durch eine knöcherne Wand unterteilt: das Pflugscharbein (Vomer).
Der einzige Knochen, der sich mit keinem anderen Teil des Skeletts in direktem Kontakt befindet, ist das spangenförmige Zungenbein (Os hyoideum).